EINE WELT LADEN Weil der Stadt

Vernetzung


„Ob wir es erkennen oder nicht: Jeder von uns ist der Schuldner bekannter oder unbekannter Menschen. Wir haben noch nicht unser Frühstück beendet und waren schon mit der halben Welt in Verbindung. Im Badezimmer greifen wir zum Schwamm, nach dem ein Bewohner der Pazifischen Inseln tauchte, wir greifen zur Seife, die ein Franzose für uns herstellte. Bei Tisch trinken wir Kaffee, den ein Südamerikaner erntete, oder Tee, den ein Chinese pflückte, oder Kakao aus Westafrika. Ehe wir noch zur Arbeit gehen, sind wir schon Schuldner der halben Welt geworden.

Tatsächlich ist alles Leben miteinander verbunden. Alle Menschen sind in ein Netz der Gegenseitigkeit verwoben. Was den einen unmittelbar betrifft, betrifft den anderen mittelbar.“

(Martin Luther King in: Ich habe einen Traum)

Die unsichtbaren Fäden der Beziehungen sind oft kompliziert und schwer wahrzunehmen. Fairer Handel holt Handelsbeziehungen aus ihrer Anonymität und lässt Beteiligte, Strukturen und Hintergründe klarer entdecken. In seinem - nahezu weltweiten - Netz kommt jeder jedem näher, nicht nur von Kontinent zu Kontinent. Inzw. ist auch der regionale Aspekt beim Fairen Handel erstarkt, etwa bei Milcherzeugerpreisen.

M. L. Kings Gedanken sind ein viel versprechender Ansatz, aktiv ein Netz zu spannen, von welchem alle Seiten Nutzen ziehen.

Ulrike Lucas
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