EINE WELT LADEN Weil der Stadt

Movimiento El Pozo, Peru


Die kleine Nichtregierungsorganisation Movimiento El Pozo wurde 1976 gegründet und ist seit 1992 Förderprojekt des Vereins. Sie liegt in einem zentralen Viertel von Lima.

Das Engagement von El Pozo ("Der Brunnen") gilt den Frauen, die versuchen, in Lima ihren Lebensunterhalt in der Prostitution zu verdienen. Auf der Suche nach besseren Arbeitsbedingungen kommen sie aus dem Altiplano oder dem Tiefland in die Hauptstadt, nicht selten als Opfer des organisierten Frauenhandels. Gespräche mit den Betroffenen vor Ort, Bildungsangebote, psychologische und juristische Beratung, Workshops etc. sind Teil eines breit gefächerten Angebotes. Unser Verein übernimmt seit Jahren die Gehälter von zwei Sozialarbeiterinnen, die in die oben beschriebenen Aktivitäten eingebunden sind

Seit einigen Jahren gibt es das erfolgreiche "Fono Mujer . Unter dieser kostenlosen landesweiten Rufnummer können sich Frauen Rat holen und auf Verdachtsfälle von Frauenhandel hinweisen.

In ausführlichen Berichten, die uns regelmäßig und zuverlässig erreichen, dokumentiert das Team von El Pozo die Anstrengungen und Aktivitäten, die im Laufe eines Jahres unternommen wurden. Der letzte Bericht zeigt beispielsweise, dass von Juli 2009 bis Juni 2010 das “Fono Mujer” 267 mal in Anspruch genommen wurde, dass 25 Fälle unter dem Verdacht auf Menschenhandel untersucht wurden und tatsächlich 13 Frauen und 11 Mädchen durch Menschenhandel in die Straßenprostitution gelangten.

Zu El Pozos Aktivitäten gehört es auch, solche Zahlen publik zu machen und gegen dieses Verbrechen auf die Straße zu gehen, beispielsweise am 8. März, dem Weltfrauentag. Die Mitarbeiterinnen von El Pozo schätzen, dass über Interviews in lokalen Radiosendern und Internetblogs etwa 18000 Menschen erreicht und aufgeklärt werden konnten.

In den letzten Jahren wurde der Wirkungskreis von El Pozo deutlich ausgeweitet. . El Pozo ist es gelungen, die Zusammenarbeit mit der Stadt Lima, mit peruanischen Regierungsstellen und anderen nichtstaatlichen Organisationen auszubauen, um mit deren Hilfe den Frauenhandel als eine Form der Menschenrechtsverletzung zu bekämpfen.

Frauenhandel und Gewalt gegen Frauen gibt es aber nicht nur in der Hauptstadt, sondern vor allen Dingen auch in den Bergbaugebieten im Grengebiet zu Brasilien und Ecuador. El Pozo ist in verschiedene Studien an der Universität Lima zu diesem Thema eingebunden. Im Jahr 2009 trafen sich Vertreter der genannten Staaten, um über mögliche gemeinsame Aktionen zu beraten.

Weitere Informationen: www.MovimientoElPozoPeru.org

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© by Deborah Drollinger und Benjamin Drollinger
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